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Wenn die Gedanken Karussell fahren

Kennst du das, dass deine Gedanken Karussell fahren? Wenn du nicht mehr weisst, wo oben und unten ist und dir Worte, Situationen, Gedanken oder Gefühle so schnell durch den Kopf jagen, dass dir dabei ganz schwindlig wird? Oder dich im Alltag belasten, indem sie deine Aufmerksamkeit von dem, was du eigentlich tun willst, wegziehen?


Wir Menschen sind ja ganz schön weltoffene Wesen und nehmen über unsere Sinne Millionen von Reize pro Sekunde auf. Leider ist bei der «Herstellung» des Modells «Mensch» ein kleines Problem aufgetreten, nämlich das die Computerleistung – also unser Gehirn – nur gerade mal ein paar (etwa 40 pro Sekunde) dieser Millionen von Sinneneindrücken bewusst verarbeiten kann. Was ist aber nun mit den anderen Millionen von Eindrücken, die da sekündlich auf uns einprasseln?


Wenn die Überflutung der Eindrücke zu gross wird oder du gerade nicht die beste Version deiner selbst bist, dann kann dieser Überfluss an Reizen dein Gehirn ganz schön überlasten und es kommt zu einem regelrechten Gedankenkarussell. Tagsüber kannst du dies ja noch relativ gut kontrollieren aber spätestens nachts, wenn dein bewusster Verstand ruht, wird es schwierig und das Karussell nimmt volle Fahrt auf.


Doch was kannst du tun, um das Gedankenkarussell zu stoppen?

Eine Methode ist das Aufschreiben. So richtig klassisch mit Stift und Papier. Jeder Gedanke, der im Karussell gerade vorbeikommt, wird aufgeschrieben. Nicht hinterfragt, nicht analysiert, sondern einfach nur aufgeschrieben so wie er gerade vorbeidüst. Egal wie absurd er gerade ist, einfach niederschreiben.


Das hat den Effekt, wie wenn du eine Person nach der anderen aus dem Karussell herausnimmst und die Fahrt für diese somit beendet ist. Und wenn da keiner mehr im Karussell sitzt, dann wird es sich von allein anhalten – macht ja keinen Sinn zu drehen, wenn kein Fahrgast mehr drinsitzt.


Damit die Fahrgäste aber nicht wieder ins Karussell reinhüpfen und weiterfahren wollen ist es wichtig, sich mit ihnen in einem ruhigen Moment zu unterhalten. Sprich, du nimmst dir ein Zeitfenster raus, indem du dich bewusst mit jedem Gedanken, der in deinem Notizbuch steht, auseinandersetzt. Und das tatsächlich so, wie wenn du gerade einen Fremden nach einer Karussell-Fahrt kennen gelernt hast. Dich interessiert also, woher kommt er? was hat ihn hergebracht? Was löst er bei dir aus (welche Gefühle, weitern Gedanken)? Und so weiter.


Durch das Aufschreiben und aktive Beschäftigen mit den Gedanken übernimmst du die Schaltzentrale des Karussells und entscheidest wer einsteigen darf und für wen die Fahrt zu Ende ist

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