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Wenn der Weg das Ziel ist, ist dann das Ziel weg?


Wie heisst es so schön, der Weg ist das Ziel. Doch wenn der Weg das Ziel ist, ist dann das Ziel weg?


Ich sage ganz klar nein. Doch kommt es mir oft so vor, als würden andere dies so sehen. Sie setzen sich ein Ziel, rennen zielstrebig und geradlinig darauf zu und scheinen richtiggehend Scheuklappen zu tragen.





Doch was ist dann, wenn sie am Ziel angekommen sind? Haben sie die wundervollen Dinge entlang des Weges gesehen? Ist ihnen aufgefallen, dass nicht alle im Freundes- oder Familienkreis mitgekommen sind? Dass es eine Wegkreuzung gab, die auch noch spannend aussah? Rennen sie so zielstrebig auf ihr Ziel zu und merken erst wenn sie ankommen, dass sie all diese Dinge verpasst haben?


Ich sage nicht, dass Ziele per se etwas Schlechtes sind. Im Gegenteil. Doch sehe ich die Ziele mehr als eine Art Kompass. Ein Kompass, der zwar die Richtung vorgibt, doch nicht etwa, weil er uns aufzeigen will, dass es nur einen Weg dorthin gibt. Sondern vielmehr, damit wir uns erlauben können die wunderbaren, einzigartigen und spannenden Dinge entlang des Weges zu erkennen. Sie zu erleben und zu geniessen. Ein Kompass der uns auch erlaubt, mal eine Abzweigung, eine andere Richtung einzuschlagen. Denn am Ende führt er uns garantiert ans richtige Ziel. Und ja, man darf den Kompass auch mal neu einstellen oder, anders gesagt, das Ziel auch mal abändern und neu definieren.



Und werden Ziele als innerer Kompass gesehen, die es uns erlauben, den Weg und jeden Schritt, den wir gehen, mit Neugierde und Spass zu erleben, dann ist der Weg definitiv das Ziel und das Ziel niemals weg.

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